Konditorei Valier in Innsbruck

Wie aufmerksame Leser bereits wissen klappere ich gerne die auf der Strecke liegenden Mitglieder von Relais Desserts ab. Bisher haben mich die Mitglieder dieser Vereinigung im Großen und Ganzen nie wirklich enttäuscht und ich konnte einige geschmacklich höchst interessante und auch überraschende Erfahrungen machen. Da ich ausgemachter Pralinen-Liebhaber bin und mir keine Möglichkeit entgehen lasse welche zu verkosten, musste meine Begleitung in Innsbruck leider etwas leiden und wir suchten abseits der ausgetretenen Pfade nach der Konditorei Valier. Diese liegt etwas ausserhalb des eigentlichen Innenstadtkerns und hat laut Aussage der Verkäuferin auch hauptsächlich Kunden aus Innsbruck und weniger Touristen zu Gast.

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Bereits seit 1902 existiert Valier und ist bereits seit vielen Jahren Mitglied bei Relais Desserts. Wenn man das Café betritt fühlt man sich wie etwas aus der Zeit gefallen. Wiener Kaffeehausatmosphäre nennt es die Webpräsenz malerisch, wir fanden, dass eine sanfte Erneuerung eventuell mal überdacht werden sollte.

Da wir natürlich Appetit und sogar Hunger mitgebracht hatten, nahmen wir uns drei verschiedener Kuchen an. Genauer gesagt einem Törtchen und zwei Kuchen. Das Schokoladenmousse-Pistazien Törtchen war wirklich extrem gut, man schmeckte alle Zutaten heraus und bekam ein großartiges Mundgefühl. Mein Gaumen war sehr zufrieden.

Meine Begleitung liebt Marillen, also musste der Marillenstreusel und dazu noch ein Nektarinenbaiser dran glauben. Mit einem komischen Gesicht schob Sie mir den Marillenstreusel rüber und fragte, was daran denn nicht stimme. Nach einer kurzen Kostprobe meinerseits war schnell klar, dass da wohl jemandem der Kardamom aus der Hand gefallen sein musste. Nach kurzer Nachfrage bei der Kellnerin, die wiederum die Chefin fragen musste, war klar, dass tatsächlich der Kardamom Schuld war. Leider war von der Marille nichts mehr zu schmecken. Der Nektarinenbaiser wiederum war sehr lecker, die Nektarine war reif und der Kuchen insgesamt saftig.

Zum Schluss nahmen wir noch eine Querbeet-Auswahl an Pralinen mit, um uns für die weitere Reise nach Italien zu stärken. Zur Verkostung der Pralinen möchte ich allerdings aufgrund der Regeln der Höflichkeit und des Anstands nicht mehr sagen, Reinfall wäre hier noch ein freundliches Wort.

Natürlich ist es bei so einem kurzen Besuch nicht möglich, sich einen umfangreichen Eindruck von den gebotenen Waren machen zu können, ich behaupte aber mal, dass sich die Törtchen lohnen und hierfür der kleine Umweg durchaus in Kauf genommen werden kann. Die Kalorien der Pralinen kann man allerdings sicher besser investieren.

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