WeGrill Folding vs. Beefer

Heute widme ich mich mal dem fleischgewordenen Männertraum, und nein, damit meine ich kein Film- oder Popsternchen, sondern zwei Oberhitze-Grills die mehr als 800 Grad schaffen. Da ist auf der einen Seite der deutsche Vorreiter, der Beefer und auf der anderen Seite sein italienisches Pendant, der WeGrill. Getestet habe ich den Folding IN&OUT, quasi das Einstiegsgerät für die Gastronomie, allerdings muss dazu gesagt werden, dass auch der deutlich günstigere WeGrill Young 3 über das gleiche Brennersystem verfügt. Dabei wurde mir der WeGrill Folding In&Out für diesen Test freundlicherweise von WeGrill zur Verfügung gestellt.

Getestet wurde im Garten eines Freundes, welcher freundlicherweise seinen Beefer dafür zur Verfügung stellte (Danke, SAL)

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Wenn man sich die beiden Kontrahenten so anschaut wird sogleich der Größenunterschied deutlich: Der WeGrill ist fast doppelt so groß wie der Beefer und hat drei anstelle von nur zwei Brennplatten. Auch die Höhenverstellung könnte unterschiedlicher nicht sein, während der WeGrill über vier Einschübe verfügt, hat der Beefer eine stufenlose Höhenverstellung. Was sich auf den ersten Blick wie eine schöne Sache anhört, wird bei der Bedienung schnell anstrengend. Also schauen wir uns die Vor- und Nachteile der beiden Systeme einfach mal genauer an: Eine stufenlose Höhenverstellung ist sicher eine nette Sache und gut ausgeführt ist sie sicher das Optimum, leider ist dies beim Beefer nicht der Fall. Aufgrund einer unheimlich kleinen Übersetzung dreht man sich einen Wolf bis man das Teil mal bewegt hat. Dazu wird der Knopf trotz des notdürftig angedengelten Hitzeschirms leider immer noch sehr heiß. Dazu stört die Abdeckung wenn man das Grillgut unten auf dem Boden ziehen lassen möchte, es ist einfach im Weg. Der WeGrill hat wie gesagt die vier Höhenstufen in die man den Rost einfach einschiebt. Außer in der Höhe tun sich die beiden Roste übrigens nicht. Beide sind massiv und gleich stark. Nur bei der Größe hat der WeGrill hier die Nase vorn, ist er doch deutlich größer als der des Beefers.

Einig waren wir uns darüber, dass hierbei eher der WeGrill die Nase vorn hat, die Umsetzung beim Beefer ist einfach unpraktisch und in der Praxis braucht man nicht mehr als diese vier Stufen.

Gehen wir weiter zum Gehäuse, beide Grills sind an den Außenwänden gedoppelt, das senkt die Temperatur an diesen. Während der Beefer nur über eine kleine Ablagefläche verfügt, passt auf die ausziehbare Ablage des WeGrill der ganze Rost und kann so gut zum Vorbereiten, oder zum Ablegen genutzt werden ohne den Tisch einsauen zu müssen.

Eigentlich ist die Gasregelung der beiden Geräte kaum eine Nennung wert, beide können zwischen wenig und viel geregelt werden, der Spielraum ist aber minimal und nicht mit dem Effekt bei einem normalen Grill zu vergleichen. Der WeGrill hat hier den Vorteil, dass sich die Gaszufuhr auch am Gerät vollständig unterbrechen lässt, beim Beefer geht dies nur an der Flasche.

Beide Geräte liegen leistungstechnisch gleich auf und verfügen über Brenner mit einer Gesamtleistung von 3,5kW. Durch die größere Fläche mit den drei Brennern dauert der Garprozess im WeGrill etwas länger als im Beefer, was am Ende aber keinen Unterschied macht, außer dass man mehr Kontrolle über den Vorgang hat und auch mal ein paar Sekunden wegschauen kann. Trotz drei Brenner beim WeGrill wird genau die gleiche Fläche erhitzt wie beim Beefer. Das liegt wahrscheinlich mit an der offenen Konstruktion. Man hat hier nur mehr Rangiermöglichkeiten für größere Stücke.

Wie auf den folgenden Fotos deutlich ersichtlich wird, passt ein ordentlich bemessenes T-Bone einfach nicht unter den Beefer. Für größere Stücke ist dieser also nicht geeignet.

Kommen wir zu einem lästigen Punkt: Der Reinigung. Wer putzt grillt nicht und je weniger Zeit man sich damit aufhalten muss, umso besser. In dem Punkt bekleckert sich der Beefer leider wenig mit Ruhm, er ist extrem reinigungsunfreundlich, durch die Höhenverstellung tropft spritzendes Fett herunter und tritt vorne oder an den Seiten des Beefers wieder aus. Der WeGrill ist einfach auseinandernehmbar und damit leicht zu reinigen, auch läuft kein Fett in irgendwelche Ritzen wo es nichts zu suchen hat.

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Auch wenn ich mal davon ausgehe, dass bei den meisten Grillern die Geräte ihren festen Platz haben, ist es doch immer eine Frage wie leicht man einen Grill von A nach B bewegen kann. Was bei einem großen Gasgrill ohne Hänger eher schwierig wird, ist bei den beiden kleinen Steakmaschinen kein Problem. Den Beefer kann man sich einfach unter den Arm klemmen, sollte ihn aber vorher säubern und vorsichtig mit dem scharfkantigen Boden sein. Den WeGrill kann man sogar einfach zusammenklappen und in der mitgelieferten Tasche verstauen. Das geht innerhalb von zwei Minuten, da nur ein paar große Handschrauben herausgedreht und das Gehäuse zusammengeklappt werden muss. Schon kann die Vatertags-Tour oder der Besuch bei Freunden beginnen.

Wer sich für den WeGrill Young interessiert hat eigentlich nur wenige Unterschiede zum Folding: Zum einen hat er kein gedoppeltes Gehäuse, was für die Hitzeverteilung in diesem Fall keine Rolle spielt, sondern nur für eine kühlere Oberfläche sorgt, zum anderen ist die Höhenverstellung nicht entfernbar zum reinigen, was aber meiner Erfahrung nach keinen großen Unterschied bei der Reinigung macht. Achja, und der Auszugsmechanismus für die unterste Ablage ist ein etwas anderer, tut seinen Dienst aber ebensogut.

Am WeGrill kann einfach ein Kensington-Schloss, also ein Schloss welches auch bei Laptops Verwendung findet, zur Sicherung angebracht werden.

 BeeferWeGrill Folding In&OutWeGrill Young 3
Preis699,-650,-470,-
Anzahl Brenner233
Power3,5kW3,5W3,5kW
HöhenverstellungRad4 feste Einschübe4 feste Einschübe
Reinigungschwierigeinfach durch leichtes Auseinandernehmeneinfach durch leichtes Auseinandernehmen
Gaszufuhrnur an der Gasflasche ganz abzustellenam WeGrill abzustellenam WeGrill abzustellen
TransportTransportkiste zusätzlich erwerbbarTransporttasche wird mitgeliefertTransporttasche wird mitgeliefert
Weiterer LieferumfangSchlauch, Gasregler, Rost, Tropfschale, GrillhandschuhSchlauch, Schlauchbruchsicherung, Doppel-Gewerbe-Gasregler, Rost, Tropfschale, TransporttascheSchlauch, Gasregler, Rost, Tropfschale, Transporttasche

Maastricht – Ein kulinarischer Spaziergang

Um dem Alltag zu entfliehen möchte man vielleicht einfach mal etwas anderes sehen. Zumindest ging es uns so und wir machten uns auf nach Maastricht. Wer günstig parken will kann das auch in der Nähe der Innenstadt tun, trennen tut einen nur ein kleiner Spaziergang durch einen schönen Park, dann noch vorbei an ein paar alten Gemäuern und schon ist man am Rand der Innenstadt und ganz nah an ein paar wunderschönen Geschäften. Nicht nur, dass es in Maastricht ein paar nette kleine Handwerksläden mit hochwertigen Kunst- und Bekleidungsstücken zu entdecken gilt, auch kulinarisch muss man hier nicht zu kurz kommen.

Dabei rede ich aber nicht von Restaurants, sondern von kleinen Produzenten und Shops in denen man Spezialitäten und kleine Kostbarkeiten erwerben kann.

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SousVide Test – Sansaire vs. Anova Precision Cooker

Meine Annäherung an das Thema SousVide habe ich mit einem selbstgebastelten Gerät gemacht. Erste Informationen dazu fand ich beim SeattleFoodGeek inklusive einer rudimentären Anleitung so ein Teil selbst zusammen zu stöpseln. Das grösste Problem war hierbei nicht die Regelung, die ist recht einfach erstellt. Aber eine Zirkulationspumpe zu finden die zum einen bezahlbar und zum anderen bei 80 Grad verwendbar ist war ein größeres Problem. Nach zwei geschmolzenen Aquarienpumpen hatte ich die Nase voll und es musste was ordentliches her.
Da es zu diesem Zeitpunkt noch keine erschwinglichen Einsteigergeräte gab organisierte ich mir ein gebrauchtes Laborthermostat. Deren Neupreise liegen im Regelfall um die 1000€, aber bei Ebay bekam man sie damals noch manchmal relativ günstig. Das Gerät hatte ordentlich Power und tat alles was ich wollte.

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weGrill – Alternative zum Beefer?

Da will man am frühen Morgen einfach nur in Ruhe unter kaltem Wasser sich die Nacht vom Leib waschen um irgendwie wieder ins Reich der Lebenden zu kommen, und plötzlich klingelt es an der Tür. Die Christel von DHL stand vor der Tür und hatte ein Paket  aus Italien abzugeben. Ich glaube so schnell war ich noch nie aus der Dusche (vom Rasieren sprechen wir jetzt einfach mal nicht 😉 ). Nachdem meine bessere Hälfte mir einen leicht irritierten Blick zugeworfen hatte und wieder in Richtung Frühstück machen verschwand packte ich schon das neueste Spielzeug im Hause Foodie aus.

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Für alle denen der Begriff „Beefer“ nichts sagt, dieser und der weGrill sind im Endeffekt eine Art Salamander, wie man ihn aus der Gastronomie kennt. Also brutale Hitze von oben mit um die 800 Grad. „Mehr“ können die Teile nicht. Also ein reiner Monotasker fürs gratinieren, karamellisieren, mailladieren und alles andere was mit -ieren endet. Okay, fritieren kann er nicht.

Letzte Woche erst darauf aufmerksam geworden und schon stand er im Wohnzimmer, bzw. auf der Terasse. 290€+Versand und 5 Tage später stand der weGrill vor mir, genauer gesagt der „weGrill Young“ und wartete darauf ausgepackt zu werden. Und leider musste er erstmal warten (oder ich), denn erst stand das Frühstück auf dem Programm. Immerhin die wichtigste Mahlzeit des Tages, also neben Mittag- und Abendessen, achja und den Zwischenmahlzeiten.

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Konditorei Valier in Innsbruck

Wie aufmerksame Leser bereits wissen klappere ich gerne die auf der Strecke liegenden Mitglieder von Relais Desserts ab. Bisher haben mich die Mitglieder dieser Vereinigung im Großen und Ganzen nie wirklich enttäuscht und ich konnte einige geschmacklich höchst interessante und auch überraschende Erfahrungen machen. Da ich ausgemachter Pralinen-Liebhaber bin und mir keine Möglichkeit entgehen lasse welche zu verkosten, musste meine Begleitung in Innsbruck leider etwas leiden und wir suchten abseits der ausgetretenen Pfade nach der Konditorei Valier. Diese liegt etwas ausserhalb des eigentlichen Innenstadtkerns und hat laut Aussage der Verkäuferin auch hauptsächlich Kunden aus Innsbruck und weniger Touristen zu Gast.

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Bereits seit 1902 existiert Valier und ist bereits seit vielen Jahren Mitglied bei Relais Desserts. Wenn man das Café betritt fühlt man sich wie etwas aus der Zeit gefallen. Wiener Kaffeehausatmosphäre nennt es die Webpräsenz malerisch, wir fanden, dass eine sanfte Erneuerung eventuell mal überdacht werden sollte.

Da wir natürlich Appetit und sogar Hunger mitgebracht hatten, nahmen wir uns drei verschiedener Kuchen an. Genauer gesagt einem Törtchen und zwei Kuchen. Das Schokoladenmousse-Pistazien Törtchen war wirklich extrem gut, man schmeckte alle Zutaten heraus und bekam ein großartiges Mundgefühl. Mein Gaumen war sehr zufrieden. Read more


Salon du chocolat in Köln

Ein Wochenende lang drehte sich in den Kölner Messehallen alles um die dunkle Versuchung. Nunja, zumindest in einer Messehalle, okay, eigentlich nur in einer halben. Aber auch andere große Messen haben mal klein angefangen. Das Verhältnis der Deutschen zu Schokolade ist ein etwas anderes als das der Franzosen. Während für uns die Befriedigung in jedem Supermarkt lauert und die meisten Konditoren Pralinen eher für die, sagen wir mal ältere Bevölkerung nach uralten Rezepten herstellen, haben die Chocolats oder Pralinen in Frankreich einen anderen Stellenwert. Während wir uns in Deutschland noch darum streiten ob Ritter Sport nun eine Abwertung von Stiftung Warentest verdient feiert der Salon du chocolat in Paris den 20. Jahrestag. Machen wir uns nichts vor, zwischen den Franzosen und den Deutschen Chocolatiers liegen im Regelfall Welten. Was allerdings nicht heissen soll, dass wir in Deutschland keine guten Chocolatiers hätten.

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Auch in Paris gibt es einige Anbieter die mit richtig guter Schokolade auch nichts zu tun haben, diese finden sich zum Teil natürlich auch in Köln wieder. Das allein stellt kein Problem dar, Read more